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© SV Walddorf e.V.

Abteilung Badminton

Badminton gehört zu den spektakulärsten und schnellsten Schlägersportarten der Welt. Der Weltranglistenerste Dan Lin aus China etwa beschleunigt den Naturfederball beim schmettern mit der Geschwindigkeit eines Formel-1-Autos- über 300 Kilometer pro Stunde.
Das Paradies für Badmintonprofis ist zweifelsohne Asien: Indonesien, China, Malaysia, Korea, Singapur, Thailand, Indien. Hier sitzen bei den Turnieren bis zu 30.000 Zuschauer in den Hallen, das Fernsehen überträgt alle Spiele aus den Badmintontempeln live, die Sportler sind absolute Volkshelden und geniessen die Popularität von Popstars. Badminton ist in Asien Nationalsport. Bei hochklassigen Turnieren können Turniersiege mit umgerechnet 100.000 Euro, einem Haus inklusive Auto belohnt werden. In Malaysia führt die Begeisterung sogar so weit, dass die Regierung die „malaysische Regel“ eingeführt hat: Alle Bäume in Parks und Alleen werden nur im Abstand der Breite eines Badmintonfeldes (6,10 Meter) gepflanzt, damit bei Familienausflügen ein Netz gespannt und Badminton gespielt werden kann.
Doch auch in Europa ist Badminton sehr beliebt. In Dänemark etwa ist Badminton zusammen mit Handball Nationalsport, ca. 500.000 Spieler sind in den Vereinen des Landes aktiv. Dänemark ist in Europa dabei die sportlich führende Nation im Badminton. Doch auch in Deutschland sind etwa 220.000 Spieler im Verein aktiv, dazu 4,5 Millionen als Freizeitspieler ohne Vereinszugehörigkeit. Die deutschen Badmintonprofis können in Europa sogar inzwischen mit den Spitzenspielern wie dem Dänen Peter Gade mithalten. In der Weltrangliste sind die mehrfachen deutschen Meister Marc Zwiebler (Platz 32) und Björn Joppien (Platz 42) sowie bei den Damen Xu Huaiwen (Platz 8) und Juliane Schenk (Platz 14) gut vertreten. Zu den Asiaten ist der Abstand jedoch noch sehr gross. Wenn jedoch irgendwann aus den Krümeln der staatlichen Sportförderung Brotkrumen werden sollten, ist vielleicht auch noch mehr drin!

„Ein Badmintonspieler sollte verfügen über die Ausdauer eines Marathonläufers, die Schnelligkeit eines Sprinters, die Sprungkraft eines Hochspringers, die Armkraft eines Speerwerfers, die Schlagstärke eines Schmiedes, die Gewandtheit einer Artistin, die Reaktionsfähigkeit eines Fechters, die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers, die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters, die psychische Härte eines Arktisforschers, die Nervenstärke eines Sprengmeisters, die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren, die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über die Intuition und Phantasie eines Künstlers.
Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler.“
-- MARTIN KNUPP: Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986

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